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VON SECOND HAND BIS CLOTHING RENTAL — DER TEMPORÄRE STORE VON ADIDAS

VON SECOND HAND BIS CLOTHING RENTAL — DER TEMPORÄRE STORE VON ADIDAS

Handverlesene Secondhand-Stücke finden, neue Statement-Pieces einfach ausleihen und wechselnde Kooperationen mit Berliner Künstler:innen entdecken – all das geht im Laundromat bestens. Seit letztem Wochenende dreht sich in dem neuen Store-Konzept im oberen Teil des Prenzlauer Bergs, gleich in der Nachbarschaft der beliebten Eisdiele Hokey Pokey, alles um Fashion und Local Heros. Hinter dem Laundromat-Konzept steckt Adidas, die mit diesem temporären Shop neue Wege gehen und hier den Nachhaltigkeitsgedanken in den Fokus rücken. Neben einer ausgewählten Palette von Adidas-Stücken wie Tennissocken, Tracksuits und original Trainingsjacken stehen Vintage-Sneaker im Regal. Westend Vintage, eine weitere Partnerin der ersten Phase, bringt eine sorgfältig kuratierte Auswahl an Retro-Streetwear Styles ein. Auf den Racks von Pool, dem Fashion Rental-Service, gibt’s dazu regelmäßig wechselndes Sortiment an angesagten Styles verschiedener internationaler Brands zu entdecken. Von und für die Berliner:innen geschaffen, werden im Laundromat neben Shopping auch Kulturevents geboten – außerhalb der offiziellen Öffnungszeiten. Den Auftakt machte das Pre-Opening im Rahmen der Berlin Art Week letzte Woche mit Künstler Thomias Radin. More to follow! Will sagen: Passend zum Namen ist der Laundromat – natürlich in Waschsalon-in-Cool-Ästhetik gehalten, mit weißen Kachelfliesen, Neonröhren und markantem metallic Schriftzug – ein Ort, wo Altes neu entdeckt werden kann. Und Neues dazu. Also eben wie in einem coolen Waschsalon kommst Du hier mit frischen Styles wieder raus!
  
Text: Alison Musch / Fotos: Adidas

Laundromat, Stargarder Str.74, 10437 Berlin–Prenzlauer Berg; Stadtplan
Di–Fr 13–20h, Sa 12–20h

@adidas_de

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ÜBER TRAUMWELTEN UND FABELWESEN: LEIKO IKEMURA IN DER FEUERLE COLLECTION — EMPFOHLEN VON NOELIA GAITE

ÜBER TRAUMWELTEN UND FABELWESEN: LEIKO IKEMURA IN DER FEUERLE COLLECTION — EMPFOHLEN VON NOELIA GAITE

Berlin liebt Kunst in Bunkern. Die Feuerle Collection beispielsweise hat in einem ehemaligen Telekommunikationsbunker ihr öffentliches Zuhause gefunden. Dieses traute Heim beherbergt jetzt bis Januar 2024 die von Désiré Feuerle himself kuratierte Solo Show „When Animals become Art“ von Leiko Ikemura. Eine Ausstellung, welche jene Art der Kunsterfahrung bietet, die die Sinne schärft. Ob mit dem Date oder auch ridin’ solo – diese Berliner Kunstbunker Experience kannst Du Dir gönnen, denn die ist ähnlich wie die für die Stadt so typische Club Experience: 1. Dunkelheit ist da, 2. Handykameras werden zwar nicht abgeklebt, aber Fotografieren ist trotzdem verboten und 3. der Besuch ist zwar wahrscheinlich etwas kürzer als im Club, muss aber nicht weniger ekstatisch sein. Den ersten Blickfang stellt eine dramatisch beleuchtete Installation inmitten des düsteren Ausstellungsraums dar (Bunker haben es ja bekanntlich nicht so mit natürlichem Licht).

Auf dem Boden ist auf einer schwarzen Decke ein Kleinzoo Plüschtiere platziert. Wer mit dem Werk der Künstlerin ein wenig vertraut ist, erkennt sofort den Bezug zu den darin rekurrierenden tierischen Fabelwesen und denkt sich gleichzeitig: Ja klar, nah dran, aber das ist doch kein Werk von Leiko Ikemura? Einen exemplarischen Einblick in die von Ikemura typischerweise verarbeiteten Materialien und genutzten Techniken geben die restlichen Exponate. Auf den um die Mitte des Raums drapierten Bodenkissen liegen Skulpturen aus opakem Gussglas, die auf elegante Weise mit dem wenigen, punktuell gesetzten Licht spielen. Wir sehen poetische Landschaftsmalereien auf grob gewobener Jute an der hintersten Wand hängen, die den räumlichen Kontext für die Traumwelt geben, in die man soeben eingetreten ist. Davorstehend, eine imposante Bronzeskulptur, eine Chimäre: Die Hasenkönigin, die über die Parallelwelt und ihre kleinen Bewohner:innen zu wachen scheint.

Noelia Gaite’s Leben dreht sich um Kunst, Kunst, Kunst: Sie kuratiert, betrachtet und analysiert. Und wenn alles mal doch zu viel wird, macht sie lange Stadtspaziergänge mit Musik in den Ohren. Auf Brücken bleibt sie gerne etwas länger stehen.

Text: Noelia Gaite / Credit: Leiko Ikemura, The Feuerle Collection / Fotos: Wai Kung & Nicolas Boettger

The Feuerle Collection, Hallesches Ufer 70, 10963 Berlin–Kreuzberg; Stadtplan
Fr 14–18h & Sa–So 11–19h. Die Guided Tour muss im Vorfeld gebucht werden.

@thefeuerlecollection

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DEN SPUREN NACHSPÜREN — DIE AUSSTELLUNG „EIN ANDERES LAND“ ÜBER JÜDISCHES LEBEN IN DER DDR IM JÜDISCHEN MUSEUM BERLIN

DEN SPUREN NACHSPÜREN — DIE AUSSTELLUNG „EIN ANDERES LAND“ ÜBER JÜDISCHES LEBEN IN DER DDR IM JÜDISCHEN MUSEUM BERLIN

Immer wieder erstaunlich ist es festzustellen, über was man alles (noch) nichts weiß – insbesondere, wenn es die recht junge Geschichte des eigenen Landes betrifft. Jüdisches Leben in der DDR gehörte für mich definitiv dazu. Auf dessen Spuren begibt sich momentan die Ausstellung „Ein anderes Land – Jüdisch in der DDR“ im Jüdischen Museum Berlin. Bildende Kunst, Filme, Literatur, vielschichtige Biografien und außergewöhnliche Exponate stehen im Fokus der kulturhistorischen Ausstellung. Mit Text, Bild, Sound und Film, Installationen, Konzerten, Lesungen und weiteren Veranstaltungen werden sie zu einem dokumentarischen Narrativ geknüpft. Aktiv wird der Blick auf jüdische Perspektiven und Erfahrungen in Ostdeutschland erzählt – vor und nach der Wendezeit bis heute. Individuelle Lebensgeschichten von Zeitzeug:innen geben Einblicke, erzählen berührend und bewegend von erinnerten Erlebnissen und erlebten Erfahrungen. Warum kehrten Jüdinnen und Juden nach der Befreiung vom Nationalsozialismus nach Deutschland zurück, warum wählten sie die DDR und wie gestaltete sich das jüdische Leben dort? Viele Fragen, viele Antworten und noch mehr Fragen. Doch nicht nur aus inhaltlichem, auch aus künstlerisch-ästhetischem Blickwinkel ist die Ausstellung einen Besuch wert. Leon Kahanes Mixed-Media Installation „vom ich zum wir“ wurde eigens für die Ausstellung entworfen und auch die weiteren künstlerischen Arbeiten von Yael Reuveny, Silvia Dzubas, Lea Grundig, Barbara Honigmann, Marion Kahnemann und Vera Singer hallen noch lange nach Verlassen der Ausstellung in den Gedanken nach. Immer wieder erstaunlich ist es, festzustellen, wie schön es ist, Neues zu erfahren.

Text: Hilka Dirks / Fotos: Jens Ziehe & Gerhard Zadek / Credit: Jüdisches Museum Berlin, Schenkung von Ruth Zadek

Jüdisches Museum, Lindenstr.9-14, 10969 Berlin–Kreuzberg; Stadtplan
Mo–So 10–19h. Letzter Einlass 18h.

Ein anderes Land — Jüdisch in der DDR bis 14.01.2024

@juedischesmuseumberlin

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VEGAN ROCK YOU — DAS KOCHBUCH FÜR FAMILIENKÜCHE UND ALLTAGSGERICHTE VON REGINE UND ANSGAR FREYBERG

VEGAN ROCK YOU — DAS KOCHBUCH FÜR FAMILIENKÜCHE UND ALLTAGSGERICHTE VON REGINE UND ANSGAR FREYBERG

Ich bin auf den Geschmack gekommen – im echten Leben. Und dann kam das Buch hinzu. Im Frühjahr diesen Jahres 2023 durfte ich bei einem Ohia-Retreat auf Rügen (so nice!) Regine Freyberg und ihre Kochkunst kennenlernen. Damals gab’s sehr gesunde und raffinierte Speisen – zubereitet von ihr, gemeinsam mit Annika Pfeiffer. Am letzten Tag gab es dann ein großes Buffet mit beeindruckenden Leckereien von Süß bis Salzig, von dem ich heute noch träume. Im Anschluss habe ich erfahren: Ein Teil dieser Leckereien kannst Du aus ihrem Kochbuch Vegan Rock You nachkochen. Der „Rock“ im Titel ist dabei kein Zufall: Neben Regines Namen steht auch der von Ansgar auf dem Cover – ihrem Mann, der Musiker in einer Band namens Boss Hoss ist. Aber zurück zum Buch: In dem Hardcover-Titel, der übrigens mit der „Silber-Medaille der Gastronomischen Akademie Deutschlands 2023“ ausgezeichnet wurde, geht’s auf 208 Seiten um Rezepte für den Alltag – mit Fokus auf familientaugliche Ideen. Von Klassikern wie Kartoffelgratin mit alternativem „Speck“ bis zur perfekten Linsen-Bolognese oder Kürbissuppe mit Twist (geräuchert und mit Linsen-Anteil), sind die Rezepte nicht realitätsfern, sondern so gemacht, dass Du sie einmal und dann immer wieder machen willst – also durchdacht, mit erprobten Anleitungen.

Regine kocht schließlich nicht nur für ihre eigene Familie und für diverse Retreats, sondern bietet auch Catering für Veranstaltungen an. Das Outcome ihrer Rezepte soll also Menschen von klein bis groß happy machen. Und das tun sie! Daher haben wir ihr Banana Bread (die vegane und glutenfreie Version) schon mal mit auf unseren Teamausflug genommen – und wie der Zufall es will, backt Regine zurzeit Kuchen fürs Cee Cee Cafe, weil unsere Bäckerin im Urlaub ist. Also: Komm ins Cee Cee Cafe für Kaffee und Kuchen – diese Woche gibt’s unter anderem veganen, glutenfreien Cheesecake und saftige Brownies. Für eine Kostprobe schau einfach auf ihrem Instagram-Channel vorbei oder stell Dir gleich das Kochbuch ins Küchenregal – auch für Nicht-Veganer:innen ein echter Gewinn. Wenn Du also der Star an der Küchenzeile werden willst mit Zugaberufen Deiner Liebsten: This book is for you!

Text: Nina Trippel / Fotos: Sophie Doering

Vegan Rock You: Coole Rezepte für die ganze Familie von Regine und Ansgar Freyberg, erschienen bei Südwest Verlag/Penguin Books, Hardcover, ca. 208 Seiten

Cee Cee Cafe, Besselstr.13, 10969 Berlin–Kreuzberg; Stadtplan
Mo–Do 8h30–17h, Fr 8h30–22h & Sa–So 10–17h

@veganrockyou 
@suedwestverlag

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VON DER PIANOFABRIK AM MAUERSTREIFEN ZUR KUNST-INSTITUTION: DAS ATELIERHAUS MENGERZEILE FEIERT GEBURTSTAG MIT OPEN STUDIOS

VON DER PIANOFABRIK AM MAUERSTREIFEN ZUR KUNST-INSTITUTION: DAS ATELIERHAUS MENGERZEILE FEIERT GEBURTSTAG MIT OPEN STUDIOS

Das Atelierhaus Mengerzeile ist einer dieser sagenumwobenen Orte, die gefühlt schon immer zur Berliner Kunstszene gehören. 1993 wurde die alte Piano-Fabrik am Mauerstreifen zwischen Alt-Treptow und Neukölln von den ersten Künstler:innen bezogen – hier wurde gemalt, konzipiert und diskutiert, gefeiert und von vorne begonnen. Auch wenn die Erstbeziehenden von damals heute weitergezogen sind, hat sich der Ort über die Jahre als Konstante gehalten. Das wollen die über 40 Künstler:innen, die heute hier arbeiten, feiern: Zum 30. Jubiläum schaut man gemeinsam zurück und bereitet sich auf die Zukunft vor. Im hauseigenen Kunstraum m3 wird Kunst ausgestellt, die das Haus geprägt hat, während eine dokumentarische Schau die Geschichte der Mengerzeile erzählt. In einer Stadt, in der der Atelierraum knapp wird, steht der Ort für bezahlbare Studios und eine Gemeinschaft, die sich einsetzt. Nach langem Ringen konnte der Mietvertrag auch für die nächsten 20 Jahre gesichert werden. Wenn die Gemeinschaft am Samstag durch die Open Studios führt und abends zur Party einlädt, stoßen wir darauf an. Herzlichen Glückwunsch!

Text: Laura Storfner / Credit: Max Cramer & Atelierhaus

Atelierhaus Mengerzeile, Mengerzeile 1–3, 12435 Berlin–Alt–Treptow; Stadtplan
Jubiläums-Event 23.09.2023 14–19h. Open Studios, im Anschluss Abendprogramm mit Konzerten und DJs.

@mengerzeile

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