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MEXICO AURA — THE MYTH OF POSSESSION: GÖTTER, MUSIK UND TANZ IM HUMBOLDT FORUM

MEXICO AURA — THE MYTH OF POSSESSION: GÖTTER, MUSIK UND TANZ IM HUMBOLDT FORUM

Im Museum bei Nacht und draußen brennen Feuer – Müllhalden in Mexiko. Eine fiktive Version des Journalisten Claas Relotius schildert live den Alltag in Mexiko von Grenz-Milizen und Maya-Ritualen und nimmt Dich in „Das Museum der Zukunft“ mit. Ein kleiner Teaser für das, was Dich bei „Mexico Aura: The Myth of Possession“ erwartet – ein Musiktheater mit Uraufführung (21.07.2022) im Humboldt Forum. Die mexikanische Komponistin Diana Syrse, Autor:innen Eva Hibernia und John von Düffel haben gemeinsam mit dem US-Choreografen Christopher Roman und einem Team aus internationalen Künstler:innen mit fünf Tänzer:innen, drei Sänger:innen und dem Zafraan Ensemble eine verschlungene performative Reise in unsere globale Gegenwart auf die Bühne gebracht, koproduziert von der Neuköllner Oper. Die Geschichte Mexikos und die Instrumente der Indigenen treffen hierbei auf zeitgenössische Musik und das Mexiko von heute. Es entfaltet sich eine Geschichte mit Körpern und Musik über Mythen, (Deutungs-)Macht, Besitz, Besessenheit und die Sehnsucht nach dem Göttlichen. Klingt nicht nach dem üblichen Museumsbesuch? Genau – aber nach einem kurzen wilden Trip in die Geschichte und Gegenwart Mexikos.

Text: Alison Musch / Fotos: Thomas Koy

Humboldt Forum, Schloßplatz, 10178 Berlin–Mitte; Stadtplan
Mo 10–20h, Mi–So 10–20h. Die Termine zu „Mexico Aura: The Myth of Possession“ findest Du hier.

@humboldtforum

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MISCHPOCHE — BEING JEWISH, HOWEVER: FOTOGRAFIEN VON JAN ZAPPNER IN DER GALERIE ERSTERERSTER

MISCHPOCHE — BEING JEWISH, HOWEVER: FOTOGRAFIEN VON JAN ZAPPNER IN DER GALERIE ERSTERERSTER

Was bedeutet Jüdischsein im Jahr 2022 in Deutschland? Auf der Suche nach Antworten auf diese Frage hat der Fotograf Jan Zappner mit 29 Frauen und Männern im Zeitraum von einem Jahr Interviews geführt – und die Menschen fotografiert. Entstanden sind berührende fotografische Portraits aus vier Generationen, die durch ausführliche Gespräche – auf der Mischpoche-Website sind diese nachzulesen – noch plastischer werden. Viele Gefühle, sehr Persönliches, aber auch kritische Eindrücke zu Themen wie Antisemitismus, Holocaust und Erinnerungskultur begegnen uns in den Statements und Werken, die auch als Hardcover (220 Seiten) „Mischpoche – Being Jewish, however“ erschienen sind. Vernissage und Buchvorstellung finden heute (14.07.2022) ab 18 Uhr in der Galerie Erstererster in der Pappelallee im Prenzlauer Berg statt. Die Ausstellung ist anschließend bis zum Sonntag geöffnet. Warum Zappner Mischpoche auch das „Outing seiner jüdischen Familiengeschichte“ nennt oder die geführten Gespräche scherzhaft als „Therapiestunden“ bezeichnet, kannst Du hier in seinem sehr bewegenden künstlerischen Statement lesen. Das Projekt, das in vielerlei Hinsicht zum Nachdenken anregt, entstand in Zusammenarbeit mit AMCHA Deutschland im Rahmen des Festjahres 1700 Jahre Jüdisches Leben in Deutschland.

Text: Nike Wilhelms / Fotos: Jan Zappner

Galerie Erstererster, Pappelallee 69, 10437 Berlin–Prenzlauer Berg; Stadtplan
Vernissage und Buchvorstellung Do 14.07.2022 ab 18h, Ausstellung bis 17.07.2022 14–20h.

Das Buch „Mischpoche – Being Jewish, however“ kannst Du hier bestellen.

@janzappner

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CODESS — ERFORSCHUNG EINER POST-PANDEMISCHEN WELT DURCH 4D-SOUND, VR UND PERFORMANCE-KUNST

CODESS — ERFORSCHUNG EINER POST-PANDEMISCHEN WELT DURCH 4D-SOUND, VR UND PERFORMANCE-KUNST

Das neueste Projekt „Codess“ des queeren Berliner Modelabels UY Studio läutet gleichzeitig dessen achten Geburtstag ein. Happy Birthday! Bei der Tanzperformance verschmelzen Mode, Musik und Bewegung in der industriellen Kulisse der Halle am Berghain zu einem Gesamtkunstwerk. An diesem Freitag und Samstag kann Du Dich also auf ein echtes Spektakel freuen: Im Zentrum der immersiven Installation, die von einem 4DSOUND-Lautsprecher-System akustisch untermalt wird, steht ein Roboter, begleitet von zwölf Tänzer:innen. Gebetsmühlenartige, rituelle Bewegungsabläufe verschmelzen hier zu einem Ganzen: Während sich der Roboter im Kreis dreht, scheinen die Performer:innen mit sich und dem technischen Wesen eins zu werden – eine Darstellung unserer Gesellschaft und ihrer zunehmenden Verflechtung mit Technologien. Aber warum sind es ausgerechnet zwölf Tänzer:innen? Nun, im antiken und mythologischen Symbolismus steht die Zahl 12 für Perfektion, Ganzheitlichkeit und kosmische Ordnung. Choreografiert wurde Codess von Candela Capitán, deren Arbeit die Aktivierung und Deaktivierung sozialer Bindungen erforscht und den Körper in Beziehung zu Objekten, anderen Menschen und kollektiver Bildsprache setzt. Das 4DSOUND-System kann sich übrigens auch hören lassen: 60 Lautsprecher und das Sounddesign von Dasha Rush begleiten Besuchende auf ihrer Reise an einem der eindrucksvollsten Orte der Stadt.

Text: Kate Foran / Fotos: Shauna Summers & Roman März / 3D Art: Kianamaranth & Xeris

UY Studio 8 Anniversary in der Halle am Berghain, Rüdersdorfer Str.70, Berlin–Friedrichshain; Stadtplan

Performance am 15. & 16.07.2022 zu unterschiedlichen Zeiten. Ausstellung am 17.07. 12–18h. Tickets kannst Du hierkaufen.

@uy.studio
@dasha_rush_official
@candelacapitan

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KÖNIGLICHER SAISONABSCHLUSS: DIE STAATSKAPELLE IM SCHLOSSGARTEN SCHÖNHAUSEN

KÖNIGLICHER SAISONABSCHLUSS: DIE STAATSKAPELLE IM SCHLOSSGARTEN SCHÖNHAUSEN

Anmerkung der Redaktion: Aufgrund der schlechten Wetterlage wird das Konzert der Staatskapelle Berlin in die Staatsoper unter den Linden verlegt. Konzertbeginn verschiebt sich damit auf 20h. Die Veranstaltung bleibt kostenfrei.

Ein Orchester im barocken Schlossgarten? Einen pompöseren Abschluss der Konzertsaison hätte die Staatskapelle der Staatsoper Berlinnicht wählen können. Heute Abend (07.07.2022) um 19 Uhr darfst Du erstmals auf einem historischen Gartendenkmal Platz nehmen und Dich für zwei Stunden musikalisch mitreißen lassen – und das im Rahmen des Kultursommerfestivals komplett kostenlos. Unter der Leitung des französischen Dirigenten Alain Altinoglu erklingen Werke von Igor Strawinsky, Claude Debussy und Maurice Ravel. Heute allesamt Pioniere der europäischen Musik. Das Orchester schmücken unter anderem hochkarätige Solist:innen wie María Dueñas an der Violine und Stephen Fitzpatrick an der Harfe. Also schnapp Dir Family and Friends, eine Decke, Polster oder Sitzsack (bitte keinen Klappstuhl, Hocker oder Grill!) und ab nach Pankow auf die Wiese des Schlossparks Schloss Schönhausen, wo Dich erstmals und passend zum hochherrschaftlichen Ort ein Ambiente der Extraklasse erwartet.

Text: Alison Musch / Fotos: Sophie Doering

Schloss Schönhausen, Tschaikowskistr.1, 13156 Berlin–Pankow; Stadtplan
07.07.2022 19–21h

@kultursommerfestival.berlin

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JUNG UND ARTIG BEIM KULTURSOMMERFESTIVAL — VIDEOKUNST DER BERLINISCHEN GALERIE OPEN AIR

JUNG UND ARTIG BEIM KULTURSOMMERFESTIVAL — VIDEOKUNST DER BERLINISCHEN GALERIE OPEN AIR

Irgendwann mit Mitte zwanzig beschloss ich Mitglied im Freund:innenkreis eines Museums zu werden. Vielleicht beschloss ich es nicht richtig, vielleicht passierte es einfach so. Wahrscheinlich, weil ich mir damals ausrechnete, wie viel Eintritt ich sparen würde, wenn ich alle Ausstellungen umsonst ansehen könnte. Es erschien mir erwachsen, ja angemessen, sich mit einer Institution zu verbinden. Aus einer Mischung von Zufall, Pragmatismus und Selbstbild fiel meine Wahl auf Jung und Artig, dem jungen Freund:innenkreis der Berlinischen Galerie. Sie erschien mir intuitiv (als Berlinerin fühlte ich mich der Sammlung speziell verbunden) und naheliegend (schließlich wohnte ich in Neukölln). Die Entscheidung war absolut richtig, wie nicht nur die aktuelle Sibylle Bergemann Ausstellung, sondern auch die Veranstaltungen der kommenden Wochen wieder zeigen: Im Rahmen des Berliner Kultursommerfestival 2022 präsentiert Jung und Artig Videokunst unter freiem Himmel. Los geht es am Samstag (09.07.2022) in der Bauhütte Kreuzbergmit der Arbeit „Subjekträume – eine lesbische Produktionskapsel“ der Filmemacherinnen Katharina Voß und Janin Afken. Die beiden erinnern in ihrem Film an den Schöneberger Raum „Pelze Multimedia“, der von 1981–1996 auf der Potsdamer Straße Frauen* ermöglichte, lustvoll gesellschaftliche Normen hinter sich zu lassen und Weiblichkeit* individuell zu definieren.

Ab 20 Uhr gibt es Musik und Drinks, es folgen Artist Talk mit Anne Bitterwolf, der Kuratorin des Video-Programms und Filmscreening. Wer Lust auf Open-Air-Videokunst hat, aber schon im Urlaub ist, hat im August und September erneut die Chance dazu. Am 17.08.2022 untersucht Pilvi Takala vor der Berlinischen Galerie mithilfe subtiler Störungen die sozialen Normen des Zusammenlebens verschiedener gesellschaftlicher Gruppen und diskutiert dies mit Thomas Köhler. Alle, die es nicht zu Yalda Afsahsgefeierter Solo-Ausstellung in den Kunstverein München geschafft haben, können sich auf September freuen. Ihr Werk wird am 10.09.2022 in der Bauhütte gezeigt – auch hier mit Drinks und Artist Talk. Natürlich sind die Veranstaltungen auch ohne Mitgliedschaft im Freund:innenkreis besuchbar – und dank des Kultursommerfestivals sogar umsonst. Eine Mitgliedschaft lohnt sich trotzdem, versprochen.

Text: Hilka Dirks / Fotos: Harry Schnittger & Oana Popa

Berlinische Galerie, Alte Jakobstr.124-128, 10969 Berlin–Kreuzberg; Stadtplan
Mi–Mo 10–18h

@jungundartig_berlin 
@berlinischegalerie 
@kultursommerfestival.berlin 
@mobilekino

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